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Gute Lagedarstellung muss keine Materialschlacht sein

Ankündigung: Haftnotizen zur Lagedarstellung und kostenlose Onlinekurse für Taktische Zeichen jetzt verfügbar!


In den letzten Monaten hat sich auf Lage auf Sicht einiges entwickelt. Der Anlass dafür ist eine Frage, die viele Führungskräfte in Hilfsorganisationen im Einsatzalltag bewegt:

Braucht es wirklich umfangreiches Material, um eine saubere und wirksame Lagedarstellung zu führen?

Die kurze Antwort lautet: Nein – aber es braucht Struktur, Handlungssicherheit und geeignete Methoden.


In eingerichteten Führungsstäben oder Führungsgruppen ist eine große Lagekarte mit Magneten, Flipcharts und umfangreicher Ausstattung sinnvoll und bewährt. Doch ein erheblicher Teil der Einsätze wird auf Führungsebenen geführt, die dazu nicht die nötige Führungsunterstützung haben und auf denen Mobilität entscheidend ist.

Gerade dort, wo die Lage beginnt, unübersichtlich zu werden und Führungskräfte auf den Blick ins Gelände angewiesen sind, wird schnell klar: eine Lagedarstellung ist unverzichtbar, aber eine klassische Lagekarte ist nicht das zweckmäßigste Mittel.

 

Lagekarte als Format - Lagedarstellung als Konzept

Lagedarstellung ist eins der mächtigsten Führungsmittel, das uns im Einsatz als Führungskraft zur Verfügung steht. Sie folgt dabei grundsätzlich keinem festen Format, sondern einem Funktionsprinzip. Der Aufbau einer Lagekarte ist zwar meist genau vorgegeben, sie ist aber nur eine Variante der Lagedarstellung. Die konkrete Ausprägung der Darstellung hängt dabei immer von denselben Rahmenbedingungen ab:

  • Auf welcher Führungsebene wird geführt?

  • Wie viel Platz und welche Infrastruktur steht zur Verfügung?

  • Welches Material ist realistisch verfügbar?

  • Welches Personal steht zur Führungsunterstützung zur Verfügung?

  • Wie dynamisch ist die Lage und wie hoch muss die Beweglichkeit der Führungskraft sein?

Daraus ergibt sich eine klare Konsequenz:

Führungskräfte profitieren von einem breiten Repertoire an Methoden neben der klassischen Lagekarte, um ihre Lagedarstellung an die Situation anzupassen.

Je mehr Darstellungsformen beherrscht werden, desto flexibler und handlungsfähiger bleibt Führung – auch unter ungünstigen Bedingungen.

 

Der bewährte Aufbau als Grundlage

Unabhängig vom gewählten Format folgt jede funktionale Lagedarstellung demselben Grundprinzip. Zum besseren Verständnis gliedern wir den Aufbau in drei Ebenen, die darzustellen sind.


Ebene 1: Einsatzraum

Die erste Ebene bildet den Einsatzraum ab. Sie ist statisch und durch die Lage vorgegeben. Der Einsatzort lässt sich nicht verschieben – er definiert den Rahmen. In unserer Darstellung nutzen wir hierzu topografische Karten, Skizzen oder Luftbilder.


Ebene 2: Führungsorganisation

Die zweite Ebene bildet die Führungsorganisation ab. Hier fließen Entschluss, Abschnittsbildung, Ordnung des Raumes und Kommunikationsstruktur zusammen.

Diese Ebene ist grundsätzlich statisch, aber gestaltbar. Als Führungskräfte entscheiden wir, ob Abschnitte räumlich oder organisatorisch/ funktional gebildet werden, wie Kräfte zusammengefasst und geführt werden und wie wir die Verbindung an unserer Einsatzstelle.

Typische Elemente der Lagedarstellung dieser Ebene sind:

  • Schadenkonten

  • Bereitstellungsräume

  • Kräfteübersichten

  • Führungsharke



Ebene 3: Dynamische Elemente

Die dritte Ebene umfasst alle beweglichen und veränderlichen Bestandteile der Lage:

  • eingesetzte Kräfte

  • Schäden

  • Gefahren

  • Maßnahmen

In klassischen Lagekarten werden diese Elemente mit Taktischen Zeichen dargestellt und mithilfe von Magneten befestigt.

 




Mobile Lagedarstellung als Alternative

Was aber, wenn keine stationäre Führungsstelle zur Verfügung steht? Oder wenn man sich bewusst nicht an eine feste Einrichtung binden möchte, um den Überblick im Gelände nicht zu verlieren?

In diesen Fällen bietet sich eine mobile Lagedarstellung an, die denselben Grundprinzipien folgt, aber in einem angepassten Format umgesetzt wird.

 

Medium

Im Grunde ist alles erlaubt, was funktioniert. Vom Notizblock über Klemmbretter in den Formaten A5 bis A3 bis hin zu einer Einsatzleiter-Mappe.


Umsetzung der Ebene 1

  • Karten in Klarsichtfolie oder Sichtfach

  • Eintragungen mit Folienstift direkt auf der Folie

Ist keine passende Karte verfügbar, können laminierte Blankoformate oder einfache Kartenskizzen auf Papier genutzt werden.


Umsetzung der Ebene 2

Anstelle schwerer Magnettafeln können auch leichte, laminierte Übersichten zum Einsatz kommen:

  • Beliebiges Format

  • Schadenkonten und Kräfteübersichten mit Abheftstreifen

  • optional mit Magnetstreifen zur stationären Nutzung

Die Übersichten lassen sich auf einem Klemmbrett sammeln oder geordnet abheften und ermöglichen so ein strukturiertes „Durchblättern“ der Lage.

 

Flexibilität ohne Magnete: Haftnotizen zur Lagedarstellung

Die größte Herausforderung mobiler Lagedarstellung liegt in der dritten Ebene. Magnetische Symbole lassen sich unterwegs nicht sinnvoll einsetzen und ein ständiges Einzeichnen und ausradieren/ wegwischen ist oft unpraktikabel und fehleranfällig.


Haftnotizen zur Lagedarstellung
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Hier eröffnen Haftnotizen zur Lagedarstellung ein neues Repertoire an Möglichkeiten. Sie ersetzen Magnete durch flexibel beschriftbare, strukturierte Elemente, die taktische Zeichen übersichtlich abbilden.

Die Vorteile:

  • klar definierte Layouts für saubere Grundzeichen

  • frei wählbarer Detailgrad

  • schnelle Anpassung an wechselnde Lagen

Voraussetzung ist eine gute Vorbereitung. Häufig benötigte Einheiten, Einsatzmittel oder Funktionen lassen sich im Vorfeld vorbereiten und strukturiert mitführen.

Gelagert z.B. auf der Rückseite der Kräfteübersicht sind sie jederzeit griffbereit, ohne den Arbeitsbereich zu blockieren.


 

Ein erweitertes Repertoire für wirksame Führung

Das Ergebnis ist eine vollständige Lagedarstellung im handlichen Format:

  • mobil oder stationär nutzbar

  • klar strukturiert

  • flexibel anpassbar

  • praxistauglich im Einsatzalltag

Ob diese Methode im individuellen Führungsalltag überzeugt, lässt sich am besten in der Übung erproben. Schon einfache Ausdrucke von Schadenkonten und Kräfteübersichten in Kombination mit den Haftnotizen ermöglichen erste Erfahrungen – auch ohne spezielles Equipment.


Und wenn du noch Schwierigkeiten hast, dir die wichtigsten Taktischen Zeichen zu merken, empfehle ich meine kostenlosen Onlinekurse!

 

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